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    SM in der Kunst - Chance oder Missbrauch?

    9. März 2004: Diskussionsabend mit Peter Weibel "SM in der Kunst - Chance oder Missbrauch?"

    Eine Podiumsdiskussion als Impuls für den Dialog zwischen SM und Kunst im Wintergarten der "freizone" (Prater 5, 1020 Wien).

    Durch unsere Pressemitteilung über die Ausstellung "Phantom der Lust. Visionen des Masochismus in der Kunst" in Graz erregten wir im August 2003 nicht nur in der SM-Szene Aufsehen und gaben den Anstoß zu so manch heißer Diskussion. Wir konnten Peter Weibel, den ständigen Kurator der Neuen Galerie Graz und damit auch zuständig für besagte Ausstellung, für einen Diskussionsabend gewinnen.

    Wir alle werden im Alltag mit dem Thema SM konfrontiert: in der Kunst, in der Werbung, in der Presse - oftmals unterschwellig, manchmal ganz offensichtlich.

    So war die Ausstellung "Phantom der Lust. Visionen des Masochismus in der Kunst" in der Neuen Galerie in Graz letztes Jahr ein phänomenaler Erfolg: In vier Monaten haben rund 50.000 Menschen die Ausstellung besucht. Werbung verwendet seit einigen Jahren verstärkt SM- und Fetisch-Motive in Werbespots, Anzeigen und Plakaten - egal ob für Schuhe, Strümpfe und Autos, wo das Thema Fetisch noch irgendwie naheliegend ist, oder ob von Radiosendern, Skifirmen oder Telefonanbietern geworben wird. Fernsehsender und auch die Presse versuchen häufig mit mehr oder weniger seriösen Berichten Quote zu machen.

    SM als Erfolgsrezept. SM als Publikumsmagnet.

    Wie sieht das auf der anderen Seite für die Leute aus, die SM leben? Profitiert die SM-Szene genauso von der Kunst wie die Kunst von SM?

    Und was können wir tun, um zu verhindern, dass weiterhin immer wieder SM & Gewalt unkommentiert nebeneinander gestellt werden? Die undifferenzierte Darstellung von konsensuellen, also einvernehmlichen, und nicht-konsensuellen Szenerien ist verhängnisvoll, denn sie gewährt Vorurteilen Vorschub und schürt Misstrauen und Unverständnis.

    Kunst und Sadomasochismus - wie schaffen wir weitere Wege zum Miteinander?

    Auf dem Podium diskutierten u. a.:
    • Peter Weibel, ständiger Kurator der Neuen Galerie Graz;
    • Inga Stumpf, Journalistin und Foto-Künstlerin ("Fräulein Scharf");
    • Harald Jahn, Fotograf und Galeriebesitzer;
    • March, Studentin der Literaturwissenschaft;
    • Michael Wüst, SM-Performance-Künstler, für Schlagartig!;
    • Leander Sukov, Schriftsteller;
    • Dipl. Sozpäd. (FH) Olaf Kapella, Österreichisches Institut für Familienforschung.
    Moderation: Barbara van Melle

    Barbara van Melle brachte 2000 im ORF in der Sendung "Thema" einen ausgesprochen seriösen Beitrag über das SMart Café. Bericht: Christoph Feurstein, Kamera: Robert Holzinger, Schnitt: Astrid Konrad/Erich Lazar, Sprecher: Peter Faerber; Ausstrahlungsdatum: 10.1.2000.


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